Menü öffnen

2022-08-19 18:33:58 By : Mr. Jack wang

Kardinal Parolin kündigte an, dass der Papst mit Regierungs- und Kirchenvertretern zusammenkommen werde, um über den Zypern-Konflikt zu sprechen. Laut Parolin steckten die Verhandlungen in einer Sackgasse: "Eine besorniserregende Situtation."

Bei seinem am Donnerstag beginnenden Zypern-Besuch wird Papst Franziskus auch auf den Konflikt der geteilten Insel eingehen. Das bestätigte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin dem Portal Vatican News (Mittwoch). Derzeit gebe es "eine sehr, sehr heikle und besorgniserregende Situation", so der Chef-Diplomat des Heiligen Stuhls. In Zyperns Hauptstadt Nikosia will Franziskus unter anderem mit Regierungs- und Kirchenvertretern zusammentreffen.

Die jüngsten Verhandlungen zwischen griechisch-zyprischer und türkisch-zyprischer Seite im April in Genf hätten nicht zu zufriedenstellenden konkreten Ergebnissen geführt, sagte Parolin. Stattdessen sei auch diese Verhandlungsrunde unter der Schirmherrschaft der UNO und in Anwesenheit der Bürgschaftsländer Griechenland, Türkei und Großbritannien "praktisch in einer Sackgasse" geendet.

Problem im Dialog lösen

Daher werde der Papst "die Position, die Hoffnung und die Ermahnung des Heiligen Stuhls bekräftigen", dass das Zypern-Problem nur durch einen "aufrichtigen und loyalen Dialog zwischen den beteiligten Parteien gelöst werden kann". Dabei müsse stets das Wohl der gesamten Insel im Blick sein. Parolin hofft, dass eine solche Aufforderung vor Ort eine andere Wirkung haben werde als aus der Ferne. Bei seinem Zypern-Besuch hält das katholische Kirchenoberhaupt am frühen Donnerstagabend eine Rede vor Vertretern aus Politik, Gesellschaft, Diplomatie und Religionen.

Nikosia - letzte geteilte Stadt Europas

Die 1960 von Großbritannien unabhängig gewordene Republik Zypern ist seit 1974 geteilt. Nach jahrelangen, teils gewaltsamen Spannungen zwischen griechischen und türkischen Zyprern hatten türkische Truppen den Norden der Insel besetzt. Dort wurde im November 1983 die international nicht anerkannte "Türkische Republik Nordzypern" proklamiert; sie bildet heute ein stabilisiertes De-facto-Regime. Das zyprische Nikosia ist heute die letzte geteilte Hauptstadt Europas.

Flucht, Migration und Ökumene sind die beherrschenden Themen der Reise von Papst Franziskus nach Zypern und Griechenland. Auf Zypern erhoffen sich die Menschen zudem Impulse für eine Versöhnung der geteilten Insel.

Die lateinischen Katholiken auf Zypern sind voller Vorfreude auf die bevorstehende Ankunft von Papst Franziskus. Für sie ist der Besuch des Papstes an diesem Donnerstag ein Hoffnungsschimmer.

Ab Donnerstag besucht Papst Franziskus die Mittelmeerinsel Zypern. Einer der Schwerpunkte ist die Situation von Geflüchteten auf der Insel. Ein deutscher Flüchtlingshelfer hofft darauf, dass der Papst mehr Verständnis schafft.

Wenige Tage vor seiner Reise nach Zypern und Griechenland hat Papst Franziskus erneut zu Solidaritä mit Flüchtlingen aufgerufen.

Papst Franziskus besucht im Rahmen einer Reise in dieser Woche die geteilte Insel Zypern. Migration und Flüchtlinge werden ein bestimmendes Thema sein. Bleibt auch genügend Raum für Begegnungen mit den einheimischen Katholiken?